Instagram-Feed in WordPress einbinden: 4 Möglichkeiten im Vergleich

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Instagram-Beiträge auf dem Handy und dieselben Beiträge als Feed auf einer Website

Sie posten regelmäßig auf Instagram. Das Foto vom neuen Kuchen, die Aktion am Wochenende, das Team beim Aufbau. Und auf Ihrer Website? Da steht seit anderthalb Jahren dasselbe Bild.

Diese Situation begegnet mir in fast jedem Kundenprojekt. Die Social-Media-Kanäle laufen, die Website nicht. Dabei ließe sich das eine mit dem anderen verbinden: Ein Instagram-Feed auf der eigenen Website zeigt Ihre neuesten Beiträge automatisch, ohne dass Sie irgendetwas doppelt pflegen müssen.

Nur gibt es dafür verschiedene Wege, und die unterscheiden sich deutlich mehr, als man auf den ersten Blick vermutet. In diesem Beitrag zeige ich Ihnen alle vier Möglichkeiten, erkläre, welche davon Ihre Website langsam macht oder hinter dem Cookie-Banner verschwinden lässt, und wie Sie in dreißig Sekunden herausfinden, was Ihre eigene Seite gerade tut.

Warum Ihre Instagram-Beiträge auf die eigene Website gehören

Bevor wir zur Technik kommen, kurz die Frage: Lohnt sich der Aufwand überhaupt?

Aus meiner Sicht ja, und zwar aus drei Gründen. Der erste ist Aktualität. Eine Website, auf der sich sichtbar etwas tut, wirkt anders als eine, die aussieht wie eingefroren. Besucher merken das sofort, auch wenn sie es nicht bewusst wahrnehmen.

Der zweite Grund ist Vertrauen. Wer bei einem Handwerksbetrieb, einem Restaurant oder einem Studio landet und die letzten Arbeiten oder Gerichte sieht, bekommt einen anderen Eindruck als jemand, der nur eine Leistungsliste vorfindet. Bilder aus dem echten Betrieb wirken glaubwürdiger als jedes Stockfoto.

Der dritte Grund ist ganz banal gesparte Arbeit. Sie machen die Fotos ohnehin. Landen sie automatisch auch auf der Website, pflegen Sie zwei Kanäle mit dem Aufwand von einem.

Kurz vorweg: Ein Instagram-Feed ist kein Wundermittel für bessere Google-Rankings. Weiter unten schreibe ich, was er für die Sichtbarkeit wirklich leistet und was nicht. Nur damit die Erwartung von Anfang an stimmt.

Möglichkeit 1: Screenshots von Hand hochladen

Der einfachste Weg ganz ohne Technik: Sie machen einen Screenshot Ihres Instagram-Beitrags, laden ihn in die WordPress-Mediathek und bauen ihn als Bild in die Seite ein. Fertig.

Das funktioniert tatsächlich, und es hat sogar Vorteile. Sie behalten die volle Kontrolle darüber, welches Bild wo erscheint. Es wird nichts von außen nachgeladen. Und Sie können die Bilder so zuschneiden, wie es in Ihr Layout passt.

Der Haken ist der Aufwand. Sie müssen daran denken, es regelmäßig zu machen. Meine Erfahrung aus Kundenprojekten: Die ersten drei Wochen klappt das gut, danach schläft es ein. Nach einem halben Jahr steht auf der Website wieder der Stand von damals.

Mein Fazit dazu: Für eine handverlesene Auswahl Ihrer schönsten Beiträge ist das eine ordentliche Lösung. Als Ersatz für einen Feed, der sich selbst aktualisiert, taugt es nicht.

Möglichkeit 2: Der Einbetten-Code von Instagram

Instagram bietet für jeden Beitrag einen fertigen Code an. Sie klicken beim Post auf die drei Punkte, wählen „Einbetten“, kopieren den Code und fügen ihn in WordPress ein. Der Beitrag erscheint dann inklusive Likes, Kommentaren und Instagram-Optik direkt auf Ihrer Seite.

Bequemer geht es kaum, und seit einer Umstellung im Sommer 2026 funktioniert das sogar wieder einfacher als in den Jahren davor. Trotzdem rate ich in den meisten Fällen davon ab, und die Gründe dafür sind der Hauptteil dieses Beitrags. Kurz gesagt: Dieser Code holt die Inhalte live von Instagram, und zwar erst dann, wenn jemand Ihre Website öffnet. Das hat Folgen für das Cookie-Banner und für die Ladezeit.

Dazu kommt ein praktischer Punkt: Der Einbetten-Code zeigt immer genau einen Beitrag, den Sie manuell ausgewählt haben. Ein Feed, der sich von selbst aktualisiert, entsteht dadurch nicht. Sie müssten jeden neuen Beitrag von Hand nachtragen, womit wir wieder bei Möglichkeit 1 wären.

Möglichkeit 3: Ein Instagram-Feed-Plugin für WordPress

Für WordPress gibt es eine ganze Reihe von Plugins, die einen Instagram-Feed einbauen. Sie verbinden einmal Ihr Konto, wählen ein Layout, setzen einen Shortcode auf die Seite und die Beiträge erscheinen automatisch.

Das ist der Weg, den die meisten Websites gehen, und grundsätzlich ist er gut. Der entscheidende Unterschied zwischen den Plugins liegt allerdings an einer Stelle, die in keiner Produktbeschreibung auf der Startseite steht: Wo liegen die Bilder?

Manche Plugins speichern die Beiträge komplett auf Ihrem Server, inklusive der Fotos. Andere holen nur die Texte und laden die Bilder weiterhin direkt von den Instagram-Servern nach, jedes Mal, wenn jemand Ihre Seite aufruft. Nach außen sieht beides gleich aus. Für Ladezeit und Datenschutz ist es ein großer Unterschied. Wie Sie das prüfen, zeige ich Ihnen gleich.

Möglichkeit 4: Die Beiträge auf den eigenen Server holen

Die vierte Variante funktioniert anders herum als der Einbetten-Code. Statt dass der Browser Ihres Besuchers bei Instagram anklopft, holt sich Ihr Server die Beiträge in aller Ruhe im Hintergrund ab, zum Beispiel alle paar Stunden. Texte und Bilder werden dabei lokal gespeichert.

Wenn dann jemand Ihre Website öffnet, kommt der komplette Feed von Ihrer eigenen Domain. Für den Browser des Besuchers sieht das aus wie eine ganz normale Bildergalerie. Nichts wird von Instagram nachgeladen, nichts blockiert das Cookie-Banner, nichts bremst die Seite aus.

Der Preis dafür ist die Einrichtung. Sie brauchen einen Zugang zu Instagram, ein Werkzeug, das die Abholung übernimmt, und einmal jemanden, der das sauber aufsetzt. Danach läuft es allerdings von allein.

Vergleich der vier Möglichkeiten, einen Instagram-Feed in WordPress einzubinden
Die vier Wege im direkten Vergleich. Entscheidend ist die mittlere Spalte: ob die Bilder von Ihrer eigenen Website kommen oder von Instagram.

Das Cookie-Banner-Problem, das viele übersehen

Jetzt zu dem Punkt, der in den meisten Anleitungen fehlt. Und keine Sorge, ich werde Ihnen hier keine Paragrafen um die Ohren hauen.

Wenn Ihre Website einen eingebetteten Instagram-Beitrag enthält, passiert beim Aufruf Folgendes: Der Browser Ihres Besuchers nimmt Kontakt zu den Instagram-Servern auf, um Bilder und Code von dort zu holen. Bei diesem Kontakt wird unter anderem die IP-Adresse des Besuchers übertragen. Das passiert automatisch, sofort, und ohne dass der Besucher irgendetwas angeklickt hätte.

Was beim Öffnen einer Website mit eingebettetem Instagram-Feed passiert
Beim Einbetten holt sich der Browser des Besuchers die Inhalte direkt von Instagram. Beim eigenen Feed kommt alles von Ihrer Website.

Genau deshalb verlangen Datenschutzbeauftragte für solche Einbindungen in aller Regel eine Einwilligung des Besuchers. In der Praxis bedeutet das: Ihr Cookie-Banner muss den Feed blockieren, bis jemand auf „Akzeptieren“ klickt.

Und hier wird es ärgerlich. Denn was sehen die Besucher, die nicht zustimmen? Eine graue Fläche mit dem Hinweis, dass sie erst Marketing-Cookies akzeptieren müssen. Ihr schöner Feed, für den Sie extra einen Platz auf der Startseite freigeräumt haben, bleibt bei einem Teil der Besucher schlicht leer.

Ein Feed, der die Bilder von Ihrem eigenen Server ausliefert, hat dieses Problem nicht. Er ist einfach da, sofort, für alle. Das ist für mich das stärkste Argument für Möglichkeit 4.

Wichtiger Hinweis: Ich bin Webentwickler und kein Anwalt. Dieser Beitrag beschreibt, was technisch passiert, und ersetzt keine Rechtsberatung. Wie Sie Ihre Website datenschutzrechtlich bewerten und was in Ihre Datenschutzerklärung gehört, klären Sie am besten mit einem Fachanwalt oder Ihrem Datenschutzbeauftragten.

Warum eingebettete Feeds Ihre Website langsam machen

Der zweite Nachteil ist technischer Natur und lässt sich gut messen. Eingebettete Inhalte bringen immer eigenen Programmcode mit. Bei Instagram sind das je nach Umfang locker über hundert Kilobyte, die Ihr Besucher zusätzlich herunterladen muss, bevor irgendetwas erscheint. Bei eingebetteten YouTube-Videos kann es noch deutlich mehr sein.

Warum ist das ein Problem? Weil Google die Ladezeit als Rankingfaktor verwendet und weil Besucher ungeduldig sind. Auf dem Handy im mobilen Netz merkt man den Unterschied sofort. Wer schon einmal darauf gewartet hat, dass sich eine Seite endlich aufbaut, kennt das Gefühl.

Dazu kommt ein Effekt, den Sie vielleicht selbst kennen: Sie fangen an zu lesen, und plötzlich springt der Text nach unten, weil oben noch etwas nachgeladen wurde. Das passiert genau dann, wenn eingebettete Elemente erst spät erscheinen. Google bewertet auch das negativ.

Wenn Sie an der Geschwindigkeit Ihrer Website ohnehin arbeiten möchten, ist das übrigens einer der ersten Punkte, die ich mir bei einer Performance-Optimierung ansehe. Fremde Inhalte auf der Seite sind fast immer der größte Hebel.

Der 30-Sekunden-Test: Was lädt Ihre Website gerade?

Vielleicht haben Sie bereits einen Feed auf Ihrer Seite und fragen sich jetzt, welche Variante bei Ihnen läuft. Das können Sie selbst herausfinden, ohne technische Vorkenntnisse. Sie brauchen nur einen Computer mit Chrome, Edge oder Firefox.

  1. Öffnen Sie Ihre Website in einem neuen Tab, aber klicken Sie das Cookie-Banner noch nicht weg.
  2. Drücken Sie die Taste F12. Am Rand öffnet sich ein Bereich mit vielen Reitern.
  3. Wechseln Sie oben auf den Reiter Netzwerk beziehungsweise „Network“.
  4. Laden Sie die Seite mit Strg + F5 neu (auf dem Mac: Cmd + Shift + R).
  5. Tippen Sie in das Filterfeld das Wort cdninstagram ein.
Anleitung in drei Schritten, wie man prüft, ob eine Website Bilder von Instagram nachlädt
Der Test dauert eine halbe Minute und funktioniert auf jeder Website.

Erscheint dort jetzt eine Liste mit Einträgen, dann holt Ihre Website die Bilder direkt von Instagram. Bleibt die Liste leer, kommen die Bilder von Ihrem eigenen Server. Das ist der ganze Test.

Sie können anschließend noch nach fbcdn und facebook.net filtern, das deckt Facebook-Inhalte ab. Bei eingebetteten YouTube-Videos lautet der Suchbegriff ytimg.

Instagram-Feed in WordPress einrichten: Schritt für Schritt

Wenn Sie sich für einen echten Feed entschieden haben, gehen Sie am besten in dieser Reihenfolge vor. Punkt 1 überrascht viele, deshalb steht er ganz oben.

  1. Prüfen Sie Ihren Kontotyp. Instagram lässt private Profile seit Ende 2024 nicht mehr mit externen Werkzeugen verbinden. Sie brauchen ein Business- oder Creator-Konto. Die Umstellung finden Sie in den Instagram-Einstellungen unter „Konto“, sie ist kostenlos, dauert zwei Minuten und lässt sich jederzeit rückgängig machen.
  2. Überlegen Sie, was der Feed leisten soll. Nur Aktualität zeigen? Dann reichen sechs Beiträge. Als Bildergalerie für ein Portfolio? Dann darf es mehr sein. Diese Entscheidung bestimmt Layout und Platzierung.
  3. Wählen Sie die Methode aus den vier Möglichkeiten oben. Meine Faustregel: einzelner Beitrag, den Sie in einem Text zitieren, geht per Einbetten-Code. Dauerhafter Feed auf der Startseite gehört auf den eigenen Server.
  4. Verbinden Sie Ihr Konto mit dem gewählten Werkzeug. Notieren Sie sich dabei, welches Instagram-Konto Sie verbunden haben. Klingt selbstverständlich, ist aber nach zwei Jahren und einem Personalwechsel Gold wert.
  5. Machen Sie den 30-Sekunden-Test aus dem vorigen Abschnitt. Erst danach wissen Sie, ob der Feed in Ihr Cookie-Banner gehört oder nicht.
  6. Bauen Sie den Feed an der richtigen Stelle ein. Meine Empfehlung: nicht ganz oben, sondern im unteren Drittel der Startseite oder auf einer Unterseite. Oben gehören Ihr Angebot und Ihre Kontaktmöglichkeit hin.
  7. Kontrollieren Sie die Darstellung auf dem Handy. Über die Hälfte Ihrer Besucher kommt mit dem Smartphone. Ein Feed, der auf dem Desktop toll aussieht und mobil vier Bilder nebeneinander quetscht, ist keiner.
  8. Schauen Sie nach vier Wochen noch einmal nach. Kommen neue Beiträge an? Sind die Bilder noch da? Diese eine Kontrolle erspart Ihnen die peinliche Entdeckung, dass der Feed seit Monaten leer ist.

Wenn Sie das lieber abgeben möchten, ist das Tagesgeschäft in meiner WordPress-Entwicklung. Für bestehende Seiten kümmert sich die WordPress-Wartung auch darum, dass so etwas nicht unbemerkt ausfällt.

Wie viele Beiträge, welches Layout, wohin damit?

Zu diesen drei Fragen werde ich in Projekten regelmäßig gefragt, deshalb hier meine Standardantworten.

Empfehlung für Anzahl, Format und Platzierung eines Instagram-Feeds
Sechs bis neun quadratische Kacheln im unteren Drittel der Startseite: die Einstellung, die in den meisten Projekten am besten funktioniert.

Anzahl: Sechs bis neun Beiträge sind fast immer richtig. Ein Raster mit drei Spalten und zwei bis drei Reihen wirkt aufgeräumt. Mehr Beiträge bedeuten mehr Bilder, mehr Ladezeit und weniger Übersicht, ohne dass der Effekt besser wird.

Layout: Quadratische Kacheln sind die sichere Wahl, weil Instagram-Beiträge in unterschiedlichen Formaten vorliegen und ein einheitlicher Zuschnitt einfach ruhiger aussieht. Slider sehen auf Handys oft schlechter aus als ein einfaches Raster, das darf man ruhig ausprobieren, bevor man sich festlegt.

Platzierung: Auf der Startseite im unteren Drittel, gerne mit einer Überschrift wie „Aktuelles aus unserem Betrieb“ und einem Button zu Ihrem Profil. Auf Unterseiten passt ein Feed gut zu „Über uns“ oder „Referenzen“. Was ich nicht empfehle: den Feed in den Footer stecken. Dort sieht ihn kaum jemand, gebremst wird die Seite trotzdem. Und verlinken Sie unter dem Feed Ihr Profil, sonst finden die Leute den Weg zum Folgen-Button nicht.

Diese fünf Fehler sehe ich immer wieder

Fehler 1: Der Feed steht plötzlich still

Die Verbindung zu Instagram muss regelmäßig erneuert werden. Passiert das nicht automatisch, hört der Feed irgendwann einfach auf, neue Beiträge zu holen. Und zwar ohne Fehlermeldung. Die Kacheln bleiben stehen oder verschwinden. Wenn Sie einmal im Quartal draufschauen, fällt Ihnen das rechtzeitig auf.

Fehler 2: Der Feed liegt hinter dem Cookie-Banner und niemand weiß es

Besonders tückisch, weil die Website für Sie selbst völlig normal aussieht. Sie haben das Banner ja längst weggeklickt. Testen Sie Ihre Startseite deshalb ab und zu in einem privaten Fenster, so wie ein neuer Besucher sie sieht.

Fehler 3: Riesige Bilder in winzigen Kacheln

Instagram-Bilder sind groß. Werden sie unverändert in eine kleine Kachel geladen, verschenken Sie Ladezeit, ohne dass man einen Unterschied sieht. Ein gutes Werkzeug liefert die Bilder in der Größe aus, die tatsächlich gebraucht wird. Gerade auf dem Handy macht das viel aus, wie ich auch im Beitrag zum Stellenwert einer mobilen Website beschrieben habe.

Fehler 4: Fremde Inhalte einfach mitnehmen

Wenn Sie Beiträge anderer Accounts anzeigen, etwa Kundenfotos, in denen Sie markiert wurden, brauchen Sie die Erlaubnis der jeweiligen Person. Bei eigenen Beiträgen ist das unproblematisch, bei fremden nicht. Eine kurze Nachricht mit der Bitte um Freigabe reicht meistens und ist schnell geschrieben.

Fehler 5: Das erstbeste kostenlose Plugin

„Instagram Feed kostenlos“ ist ein beliebter Suchbegriff, und leider auch ein beliebter Verbreitungsweg für Plugins, die mehr tun, als sie sollen. Ein solches Plugin bekommt Zugang zu Ihrem Instagram-Konto. Schauen Sie vorher auf das Datum der letzten Aktualisierung, auf die Bewertungen und darauf, ob im Support-Forum jemand antwortet. Dieselbe Vorsicht gilt bei allen Plugins, wie ich im Beitrag zur Sicherheit Ihrer Website ausführlicher beschrieben habe.

Bringt ein Instagram-Feed etwas für Google?

Kommen wir zu der Frage, die mir am häufigsten gestellt wird. Die ehrliche Antwort besteht aus zwei Teilen.

Direkt bringt der Feed nichts. Google bewertet keine Instagram-Kacheln, und Inhalte, die erst nachträglich geladen werden, landen in der Regel nicht als eigener Text im Suchindex. Wer einen Feed einbaut, um damit für „Café Musterstadt“ besser zu ranken, wird enttäuscht.

Indirekt sieht die Sache anders aus. Besucher bleiben länger, wenn es auf einer Seite etwas zu sehen gibt. Sie scrollen weiter, klicken mehr an und springen seltener sofort wieder ab. Solche Signale sind für Google nicht egal. Und ein Feed, der zeigt, dass der Betrieb aktiv ist, erhöht schlicht die Wahrscheinlichkeit, dass jemand anruft oder eine Anfrage schickt. Genau darum geht es am Ende ja.

Was dagegen sehr wohl direkt auf die Sichtbarkeit durchschlägt, ist die Ladezeit. Macht ein eingebetteter Feed Ihre Startseite spürbar langsamer, ist er unterm Strich ein Minusgeschäft, obwohl er inhaltlich eine gute Idee war.

Wie die Zusammenhänge zwischen Technik, Inhalt und Sichtbarkeit insgesamt aussehen, habe ich in Was ist SEO und warum benötige ich SEO? beschrieben. Strategisch passt der Feed zu dem, was ich im Leitfaden zu Social Media für Unternehmen geschrieben habe: Die Website gehört Ihnen, der Social-Media-Kanal ist nur geliehen. Es ist also durchaus sinnvoll, die Inhalte auch auf der eigenen Seite zu haben.

Und noch ein Hinweis für alle, die Bewertungen einbinden möchten: Bei Google Reviews auf der WordPress-Website gilt technisch fast dasselbe. Auch dort ist die Frage entscheidend, ob die Inhalte von Ihrem Server oder von einem fremden kommen.

Warum ich mir irgendwann selbst ein Werkzeug dafür gebaut habe

An dieser Stelle möchte ich offen sein, weil es zur Einordnung dieses Beitrags gehört.

Die Anforderung „Instagram soll auf der Startseite zu sehen sein“ kommt bei mir in jedem zweiten Projekt. Und jedes Mal stand ich vor demselben Kompromiss: entweder der bequeme Einbetten-Code mit Cookie-Banner-Problem, oder ein Plugin, bei dem ich einzeln prüfen musste, wo die Bilder herkommen, oder eine Galerie von Hand, die nach zwei Monaten veraltet war.

Irgendwann hat mich das genug gestört, dass ich Feedivo gebaut habe. Das ist ein Dienst, der genau die vierte Möglichkeit aus diesem Beitrag umsetzt: Er verbindet sich mit Instagram, Facebook, Threads, Pinterest und YouTube, holt die Beiträge regelmäßig ab, speichert Texte und Bilder auf dem Server und liefert daraus einen fertigen Feed. Für WordPress gibt es ein Plugin, alternativ funktioniert es auch auf jeder anderen Website.

Was Feedivo kann
Mehrere Kanäle in einem gemeinsamen Feed, verschiedene Layouts zur Auswahl, einzelne Beiträge ausblenden oder nach oben pinnen, Bilder liegen auf dem eigenen Server. Es gibt einen kostenlosen Tarif zum Ausprobieren, für den keine Zahlungsdaten nötig sind.

Ich verdiene daran Geld, das sage ich lieber direkt. Alles, was in den Abschnitten davor steht, gilt trotzdem unabhängig davon, wofür Sie sich entscheiden. Der 30-Sekunden-Test funktioniert bei jedem Werkzeug, auch bei meinem. Machen Sie ihn ruhig.

Häufige Fragen zum Instagram-Feed in WordPress

Brauche ich für einen Instagram-Feed ein Cookie-Banner?

Das hängt davon ab, ob beim Öffnen Ihrer Seite Inhalte direkt von Instagram nachgeladen werden. Beim Einbetten-Code ist das der Fall, dort ist eine Einwilligung üblich. Kommen Texte und Bilder dagegen von Ihrem eigenen Server, entfällt dieser Punkt. Mit dem Test weiter oben finden Sie in dreißig Sekunden heraus, was bei Ihnen zutrifft.

Funktioniert das auch mit einem privaten Instagram-Konto?

Nein. Instagram lässt seit Ende 2024 nur noch Business- und Creator-Konten mit externen Werkzeugen verbinden. Die Umstellung ist kostenlos, in den Einstellungen zu finden und jederzeit wieder rückgängig zu machen.

Wie aktuell ist so ein Feed?

Neue Beiträge werden bei den meisten Lösungen innerhalb weniger Stunden übernommen, oft schneller. Für eine Website reicht das. Ehrlich gesagt öffnet niemand Ihre Startseite, um dort einen Beitrag zu sehen, der vor drei Minuten erschienen ist.

Kann ich einzelne Beiträge vom Feed ausschließen?

Bei besseren Werkzeugen ja. Das ist praktischer, als man denkt, zum Beispiel wenn Sie ein Gewinnspiel gepostet haben, das längst vorbei ist, oder wenn ein Bild auf der Website einfach nicht ins Layout passt.

Was kostet ein Instagram-Feed?

Für einfache Fälle gibt es kostenlose Plugins. Wer mehrere Kanäle einbinden möchte, mehr Layouts braucht oder Wert darauf legt, dass die Bilder lokal liegen, landet meist bei einem kleinen monatlichen Betrag im niedrigen zweistelligen Bereich. Gemessen an dem, was regelmäßige Handarbeit kostet, ist das überschaubar.

Geht das auch mit Facebook, YouTube oder Pinterest?

Ja, und das Prinzip ist überall dasselbe. Auch dort ist entscheidend, ob die Inhalte beim Seitenaufruf von einem fremden Server nachgeladen werden oder nicht. Manche Werkzeuge fassen mehrere Kanäle sogar in einem gemeinsamen Feed zusammen.

Fazit

Ihre Instagram-Beiträge auf der eigenen Website zu zeigen, ist eine gute Idee. Sie sparen Arbeit, Ihre Seite wirkt lebendig und Besucher bekommen einen echten Eindruck von Ihrem Betrieb.

Die Frage ist nur, auf welchem Weg. Der bequemste Weg über den Einbetten-Code hat zwei Nachteile, die man kennen sollte: Er lädt Daten direkt von Instagram, weshalb der Feed hinter dem Cookie-Banner landet, und er bringt einigen zusätzlichen Ballast für die Ladezeit mit. Ein Feed, dessen Inhalte auf Ihrem eigenen Server liegen, hat diese Probleme nicht.

Wenn Sie nach diesem Beitrag nur eine Sache mitnehmen, dann bitte diese: Öffnen Sie Ihre Startseite, drücken Sie F12, gehen Sie auf „Netzwerk“ und filtern Sie nach cdninstagram. Das Ergebnis sagt Ihnen in dreißig Sekunden, wo Sie stehen.

Feed einbauen lassen oder bestehende Lösung prüfen?
Ich schaue mir an, was Ihre Website beim Aufruf tatsächlich lädt, und richte den Feed so ein, dass er für alle Besucher sichtbar ist und die Seite nicht ausbremst. Inklusive Layout und Anpassung an Ihr Design.

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